Unsere Muskeln das Beste, das wir haben

Unsere Muskeln das Beste, das wir haben

Verlust des Bewegungsbedürfnisses verkürzt unser Leben

Es gibt vier Kriterien, oder Bedürfnisse, die Leben ausmachen: Bewegung, Atmung, Stoffwechsel und Fortpflanzung. Sie sorgen dafür, dass unser Leben funktioniert und wir gesund, vital und lebensfroh bleiben. Ein ganz entscheidender Aspekt ist dabei der Zusammenhang dieser Bedürfnisse mit individuellen Lebensbedürfnissen. Dazu gehören beispielsweise die richtige Berufsentscheidung, die Partnerwahl, die Zuwendung zu unseren Hobbys oder das Fühlen der Lebensaktivitäten, die uns begeistern. Man spricht hier von einer sogenannten Bedürfnislandschaft, die jedem Menschen individuell zur Verfügung steht, wenn die eingangs genannten vier Lebenskriterien gut funktionieren.

In Verbindung mit der individuellen Bedürfnislandschaft ist unser bedeutendstes Lebenskriterium die Bewegung mit der damit verbundenen Muskelaktivität. Ohne Muskelaktivität kein optimaler Stoffwech sel, keine gesunde Organfunktion und physische Gesundheit. Aber ebenso kein Lernen, kein Wachstum, kein gelungenes gefühlt erfülltes Leben. Muskelaktivität ist nämlich nicht nur für die Regulation sämtli cher physischer Prozesse essentiell. Sie verbessert auch unsere Fähigkeit, in der Welt des Lernens, Wissens und Wach sens, die für uns richtigen Entscheidun gen zu treffen. Muskelaktivität ermöglicht bessere Entscheidungen und die Fähigkeit des Handelns.

Es wird deutlich, dass Muskelaktivität somit nicht alleine dazu angelegt ist, die Funktionen der Muskulatur als Antriebs strang zu verstärken, sondern unsere gesamten körperlichen, emotionalen und mentalen Regulationen zu steuern und folglich die Lebensqualität aufrechtzuer halten und zu verbessern. Es gibt eine Vielzahl muskelbezogener Aktivitäten, die neben dem Krafttraining einen großen Ertrag für uns Menschen haben, zum Beispiel Ausdauertraining, Yoga, Meditation, Tai Chi, Mentaltraining, Pilates, Zumba, Autogenes Training (auch jegliche Entspannung geht nur mit der Muskulatur). Siehe hier das e-book von Jürgen Woldt (36 Seiten) Sensorisches Training. Kostenlos downloadbar: https://bodysense.de/bodvsense-ebook- sensorisches-training/

Bei unserer Arbeit in der Fitness- und Gesundheitsindustrie müssen wir uns daher stets bewusst sein, dass die Mus kulatur eine tragende Säule im Organismus ist und dem Menschen in vielfältiger Art und Weise Nutzen bringt. Sie ist nicht nur ein körperlicher „Zustandsverbesserer”. Durch ihre Eigenschaft, auch auf unsere emotionale Befindlichkeit zu wirken, kann man die Muskulatur als Schlüssel zu einem glücklichen Leben bezeichnen: als Schlüssel zu der Fähigkeit, glücklich in Gemeinschaft mit anderen Menschen leben zu können und sich in der Interaktion mit anderen und der Umwelt wohlzufühlen. Muskeln sind Befindlichkeitssensoren und dabei zugleich Emotionsspeicher für erlebtes Leben. Sie reagieren auf alles bewusst und unbewusst Erlebte. Sie reagieren auf unser unmittelbares Umfeld und helfen, uns in diesem zurechtzufinden. Diese faszinierenden Zusammenhänge haben sich bei meinen Forschungen der vergangenen Jahre immer wieder auf ein drucksvolle Weise bestätigt. Tausendemal habe ich das Verhalten der Muskulatur in verschiedenen Situationen beobachtet und ein immer wiederkehrendes Verhalten bei Bewegungsausführungen festgestellt: eine Reaktionsweise, die einem allgemeinen Naturgesetz gleicht. Bewegung in Verbindung mit Natur ist ein unterschätzter Regulationsfaktor, den wir seit 25 Jahren untersuchen.

Mehr Infos unter: https://bodysense.de/koerperfeldcoaching-clips/

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