Jean-Pierre Schupp im Gespräch mit Ueli Schweizer

FitnessTribune Nr. 150 Juli-Aug 2014

Spezial Jubiläums-Editorial

35 Jahre Top Ten Media 150. Ausgabe der Fitness Tribune

Jean-Pierre Schupp im Gespräch mit Ueli Schweizer

Auszug aus dem Gespräch Jean-Pierre Schupp und Ueli Schweizer über Jürgen Woldt

JPS: Dieses spezielle Editorial zu 35 Jahre Top Ten Media soll der Leserschaft auch einen Anhaltspunkt darüber geben, wo unsere Fitnessclubindustrie heute angekommen ist, aber auch wie sie vielleicht in 35 Jahren aussehen könnte. So habe ich in der letzten FT Ausgabe Nr. 149 auf der Titelseite bewusst die beiden noch unaussprechlichen Wörter „Multiaktorisches“ und “Salutogenetisches“ benutzt die Jürgen Woldt in seinem interessanten Bericht verwendet hat. Prompt, wie übrigens auch ich, haben wohl die meisten FT- Leserinnen bei Google mal kurz Editorial reingeschaut, um festzustellen, ob es diese beiden Wörter überhaupt gibt. Fakt ist, dass in der Fitnessanlage der Zukunft es auch einen speziellen „Gefühlsraum“ brauchen wird, wo Menschen sich „entschleunigen“ , d.h. sich wieder als Mensch spüren können. Jürgen Woldt und du, ihr seid doch die Pioniere zum Thema, dass Menschen auch im Fitnesscenter naturnah trainieren können.

US: Der Artikel war gut und da bin ich auch sehr dafür. Natürlich kann man dieses Konzept nur noch damit toppen, direkt in der Natur zu trainieren, im Wald beispielsweise zu joggen und zu spazieren. Aber es ist klar, dass mit der Zubetonierung unserer Landschaft der Mensch diesen wichtigen Ausgleich auch im Fitnessclub finden muss.


JPS: Wie bringen wir die Entscheidungsträger unserer Branche wieder dazu, dass sie vom HIT- Wahnsinn wegkommt, sich wieder über Werte wie korrekte Biomechanik und Ergonomie sowie die richtige Kraftkurve bei Geräten interessieren und daran, dass der Mensch und die Maschine in Einklang trainieren, die Gelenkachsen des Menschen, mit den Achsen der Kraftmaschinen übereinstimmen und nicht gegeneinander trainiert werden sollte.

US: Ich wiederhole mich: Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung. Bessere Löhne, qualifiziertere Mitarbeiter. Weiterbildung. Vergessen wir neue interessante Konzepte nicht, die eine positive Richtung zeigen, z.B. Konzepte wie FIVE, fle.xx, Liebscher und Bracht, Painfree, Jürgen Woldt, aber auch die weitere Verbreitung des Krafttrainings. Der gewaltige Laufboom, der leider an der Fitnessbranche vorbeilauft. Die Fitnessbranche wird besser und besser. Wenn man sieht, wie sich die Ausbildungsmöglichkeiten in den letzten 35 Jahren entwickelt haben, dann ist das schlicht fantastisch. Aber, nicht zurück lehnen, es bleibt noch viel zu tun.

 

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